Faktencheck

Deutlich werden die offensichtlich beabsichtigten Informationslücken am Beispiel des Bedarfs an verlässlicher Ganztagsbetreuung. „Presse-Info der Samtgemeinde vom 26.11, S. 2 Die Samtgemeinde unterstellt, dass wir den zunehmenden Bedarf an Ganztagsbetreuung nicht sehen würden. Dies ist aber keinesfalls der Fall. So wie der Kindergartenbedarfsplan halten auch wir den weiteren Ausbau der Ganztagsbetreuung für dringend geboten. Allerdings hat dies überhaupt nichts mit einem Neubau einer KiTa zu tun. Die Samtgemeinde hätte die Anzahl der Ganztagsplätze schon längst erhöhen können, denn es gibt viel weniger Nachmittags- als Vormittagsgruppen, d.h. die Räume der meisten Vormittagsgruppen werden nachmittags nicht genutzt, so dass ganz ohne einen Neubau Vormittagsgruppen in Ganztagsgruppen gewandelt werden können.
„Es erübrigt sich eigentlich darauf hinzuweisen, dass es in der über fünf Jahre laufenden Planungsphase viele Gelegenheiten gab, die eigenen Anregungen und Bedenken in das Verfahren einzubringen.
Persönliche Erklärung von Dirk Bostelmann vom 19.11.12″
Es gab keine Planungsphase von 5 Jahren! Noch im Januar 2012 war vorgesehen, die notwendigen Krippenplätze bei vorhandenen Kindergärten zu schaffen. In der Sitzungsvorlage der Verwaltung vom 31.1.2012 ist nichts von einem Neubau eines Kindergartens zu lesen. Es wurden sogar die Vorteile einer Schaffung von Krippenplätzen bei vorhandenen Kindergärten betont: „Hierfür spricht auch die Tatsache, dass bei einer Integration in einem bestehenden Betrieb kein komplett neuer Personalbestand rekrutiert werden muss und demgemäß Personalkosten eingespart werden können.“ Erst auf der Ausschusssitzung am 8.2.2012 wurde der Neubau eines Kindergartens auf dem Dieckhofgelände in die Diskussion eingebracht.
„für 232 Kinder (durchschnittliche Jahrgangsgröße) wird ein Krippenplatz benötigt – davon 129 in Tostedt und 103 in den Mitgliedsgemeinden“ Harburger Anzeigen und Nachrichten vom 19.11.2012 (die Zahlen wurden von der Samtgemeinde vorgelegt) Hierbei wird die Betreuung durch Tagesmütter vollkommen außer Acht gelassen. Die Vorgaben des Landes sehen vor, dass 30% der Plätze durch Tagesmütter bereitgestellt werden. Mit 61 Plätzen ist dieses Angebot auch weitgehend vorhanden (Kindergartenbedarfsplan S. 61). Somit verbleibt ein Bedarf von ca. 90 Plätzen in Tostedt und ca. 72 Plätzen in den anderen Mitgliedsgemeinden. Mit dem Bau der 30 Krippenplätze im Stocken wird es in der Gemeinde Tostedt 90 Krippenplätze geben, in den anderen Mitgliedsgemeinden aber nur 15 Plätze in Otter und einige wenige im Waldorfkindergarten in Kakenstorf. Der weitere Bedarf besteht somit in den anderen Mitgliedsgemeinden, nicht in Tostedt.
„Sie verweisen wieder und wieder auf die ungenaue und überholte Bedarfsanalyse des Landkreises, nach der es angeblich überhaupt keinen Bedarf geben soll.“  Presse-Info der Samtgemeinde vom 26.11, S. 2 Hier ist die Darstellung der Samtgmeinde schlichtweg unseriös. Der Kindergartenbedarfsplan ist die gesetzliche Planungsgrundlage und wird vom Kreis in Abstimmung mit den Gemeinden erstellt. Dieser Plan weist sehr wohl einen Bedarf an Krippenplätzen (0-3-järige Kinder) in der Samtgemeinde Tostedt aus. Dies haben wir auch immer so dargestellt und wir fordern daher auch, dass der Ratsbeschluss des Samtgmeinderates zum Bau von 30 Krippenplätzen im Stocken so schnell wie möglich umgesetzt wird. Keinen Bedarf gibt es allerdings für Kindergartenplätze (3-6-järige Kinder) in Tostedt.

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