Krippenplätze

In Krippen werden 0 – 3 jährige Kinder betreut. Innbesondere da es ab 2013 einen Rechtsanspruch auf Krippenplätze gibt, steigt die Nachfrage nach Krippenplätzen trotz des Geburtenrückgangs. Daher ist es vollkommen unstrittig, dass in der Samtgemeinde weitere Krippenplätze benötigt werden. Wie dieser Ausbau sinnvoll umgesetzt werden kann, macht die Samtgemeinde beim Kindergarten im Stocken deutlich. Dort wird in kürze mit dem Bau von 30 neuen Krippenplätzen begonnen, so dass der dort vorhandene Kindergarten in Zukunft auch Krippenplätze anbieten wird und somit gezielt notwendige Krippenplätze geschaffen werden. Mit diesen 30 Plätzen wird es in der Samtgemeinde insgesamt ein Angebot von 105 Krippenplätzen geben. Hiervon befinden sich 90 Plätze in Tostedt und 15 Plätze in Otter.

Auffällig ist, dass bisher fast nur in Tostedt Krippenplätze vorgehalten werden. Im  „Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder (KiTaG)“ hießt es aber in § 12, Abs. 1: Der Anspruch auf einen Betreuungsplatz „ist möglichst ortsnah zu erfüllen.“

Krippen zu den Kindern!

Der Kindergartenbedarfsplan des Landkreises Harburg für die Samtgemeinde Tostedt sieht 2 Szenerien für die Nachfrage nach Krippenplätzen vor. Bei dem Szenario mit der höheren Nachfrage ergibt sich für Tostedt eine Nachfrage von 62 Plätzen. Mit 90 vorhandenen Plätzen dürften somit in Tostedt mehr als genug Plätze zur Verfügung stehen. In anderen Orten der Samtgemeinde fehlen allerdings Krippenplätze, in diesem Szenario sind es:

  • Todtglüsingen: 27 Plätze
  • Heidenau: 15 Plätze
  • Dohren und Wistedt: 18 Plätze (Kinder aus Dohren gehen in Wistedt in den Kindergarten)
  • Handeloh und Welle: 18 Plätze
Eine Krippengruppe umfasst 15 Plätze, so dass an allen angeführten Standorten die Einrichtung von Krippengruppen denkbar ist. Somit könnten gezielt ortsnah weitere Krippenplätze geschaffen werden, anstatt in Tostedt weitere Überkapazitäten aufzubauen. Zudem könnten auf diese Weise weitaus günstiger die notwendigen Krippenplätze geschaffen werden, als durch den Bau eines ganzen Kindergartens für über 2,5 Mio. €.

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