Ja zum Bürgerentscheid am 3.3!

Nachfolgend finden Sie Auszüge aus der Präsentation auf der Infoveranstaltung.

Krippenplätze in Tostedt

Auf der folgenden Karte sind die Krippenstandorte in Tostedt in orange eingezeichnet:

Die Krippengruppen in der Triftstraße, dem Kinderland (Poststraße) und der Breslauer Straße sind bereits in Betrieb. Im Sommer 2013 sollen die beiden Krippengruppen im Stocken fertig gestellt sein. Dann wird es 90 Krippenplätze in Tostedt geben. Das Zentrum von Tostedt ist in der Abbildung mit einem roten Punkt markiert. Deutlich sieht man, dass die bisherigen Krippengruppen in bzw. nahe bei der Ortsmitte liegen. Kein Angebot an Plätzen gibt es bisher im Südosten von Tostedt. Daher würde der Standort Düvelshöpen (unterer gelber Punkt) das bisherige Angebot weitaus besser ergänzen, als der Standort Dieckhofstraße (oberer gelber Punkt).

Am Düvelshöpen gehört der Samtgemeinde ein großes Grundstück, dass auch wenn dort ein Kindergarten gebaut werden würde, noch reichlich Platz für eine mögliche Schulerweiterung bieten würde. Im nächsten Bild ist eine mögliche Platzierung des Kindergartens auf dem Gelände dargestellt:

Wie sich deutlich erkennen lässt, würde der Kindergarten mit seinen Außenflächen nur einen Bruchteil des Geländes belegen. Da auf dem Dieckhofgelände nur sehr wenig Platz vorhanden ist, würde die Gesamtfläche des Kindergartengeländes dort nur etwas über 2.000 Quadratmeter betragen. Damit müssten die Kinder mit einem ähnlich eingeschränkten Außenbereich wie bei dem Kinderland in der Poststraße (nächstes Bild) auskommen. Am Düvelshöpen wäre es hingegen kein Problem, z.B. 3.000 oder 3.500 Quadratmeter für den Kindergarten bereitzustellen.

Krippenplätze in der Samtgemeinde

Wie zuvor gezeigt wurde, gibt es zu dem Standort Dieckhofstraße sogar einen deutlich besseren Standort der auch im Eigentum der Samtgemeinde ist. Allerdings bleibt die Frage, ob die weiteren Krippenplätze überhaupt in Tostedt benötigt werden. Die folgende Abbildung stellt das bisherige Angebot an Krippenplätzen in der Samtgemeinde dar:

Außer den 90 Plätzen in Tostedt werden nur noch 15 Plätze in Otter und ca. 8 Plätze in Kakenstorf angeboten. (Die Plätze im Waldorfkindergarten werden etwa zur Hälfte von Kindern die nicht in der Samtgemeinde wohnen, belegt, so dass hier nur 8 Plätze für die Samtgemeinde angesetzt worden sind.) Die folgende Abbildung zeigt, wie sich das Angebot an Krippenplätzen in der Samtgemeinde Tostedt aufteilt:

Wenn jetzt mit der Dieckhofstraße noch 30 weitere Krippenplätze in Tostedt geschaffen werden sollen, stellt sich die Frage, ob tatsächlich fast alle Krippenkinder in Tostedt wohnen. Die Samtgemeinde hat im Dezember 2012 Zahlen zu den Geburten in der Samtgemeinde veröffentlicht. Für die Kinder die zwischen dem 1.10.2010 und dem 30.9.2012 geboren sind, die also im Sptember 2013 zwischen 1 und 3 Jahre alt sind, ergibt sich folgende Aufteilung:

Die meisten Krippenkinder kommen also gar nicht aus Tostedt (da Todtglüsingen bisher keine Krippe hat, ist es hier bei dem „Rest“ mit aufgeführt.). Für 66% der Krippenkinder stehen bisher nur 20% der Krippenplätze ortsnah bereit. Dabei ist zu beachten, dass nach dem Gesetz eine möglichst ortsnahe Versorgung anzustreben ist:

Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder in der Fassung vom 7. Februar 2002, § 13 Planung … Bei der Feststellung des Bedarfs ist eine möglichst ortsnahe Versorgung anzustreben.

In Wistedt könnte zügig mit dem Bau einer Krippengruppe begonnen werden, aber auch in Todtglüsingen, Heidenau und Handeloh/Welle ist Bedarf für Krippengruppen. Wenn jetzt noch 30 weitere Krippenplätze in Tostedt auf dem Dieckhofgelände gebaut würden, ist zu befürchten, dass auf lange Sicht die Krippenplätze auf Tostedt konzentriert bleiben. Wir fordern:

Historischer Ortskern

Nachfolgend ist die jetzige Situation auf dem Dieckhofgelände dargestellt:

Tostedt ist einmal um die Tösteniederung entstanden, entsprechend ist hier der historische Ortskern von Tostedt, der eine Besonderheit von Tostedt bildet und zu dessen Schutz extra ein Bebauungsplan aufgestellt worden ist. Besonders wichtig ist das Gelände aber auch als Pausenhof für die Grundschüler der Dieckhofschule und die Jugendlichen im Jugendzentrum. Mit dem Kindergarten würde sich die Situation drastisch verschlechtern:

Der Gebäudekomplex und der abgezäunte Außenbereich würden
den Stegen überbauen. Stattdessen würde der Stegen zukünftig über den Parkplatz laufen. Allerdings wäre der Parkplatz mit 10 Parkplätzen längst nicht ausreichend für den Kindergarten mit insgesamt 90 Kindern. Wenn das Personal hier parken würde, wäre der Parkplatz schon komplett belegt. Die Verwaltung verweist auf die Parkplätze bei dem Gemeindehaus. Allerdings werden diese Parkplätze von der Kirchengemeinde benötigt. Zudem fehlen bei der Realisierung der Planung auch die Parkplätze für die Grundschule und das Jugendzentrum.

Auf der Abbildung der Samtgemeinde kann man gut sehen, wie eingeengt der Schulhof der Grundschule zukünftig wäre. Aber auch die KiTa hätte nur einen sehr kleinen Außenbereich. Zwar werden die Mindeststandards eingehalten, aber Tostedt ist keine Großstadt und könnte sich einen deutlich großzügigeren Außenbereich leisten.

Wie beengt die ganzen Verhältnisse sein würden, wird auch in der folgenden 3D Darstellung sehr gut deutlich:

Es ist auch gut zu erkennen, wie dicht der Neubau an das Jugendzentrum heranrücken würde.

Was spricht für den Bau der KiTa in der Dieckhofstraße?

Die Gegner eines Erhalts des historischen Ortskerns und eines Erhalts des Schulhofes der Dieckhofschule führen auf ihren Plakaten folgendes aus:

„KiTa Dieckhofstraße – ohne Alternative“

Es wird also behauptet, der Standort sei alternativlos. Damit sollen die berechtigten Argumente gegen den Standort abgewürgt werden. Nicht ohne Grund wurde „alternativlos“ zum Unwort des Jahres 2010 gewählt. Der Sprecher der Jury Dieter Schlosser führte hierzu aus:

„Das Wort suggeriert sachlich unangemessen, dass es bei einem Entscheidungsprozess von vornherein keine Alternativen und damit auch keine Notwendigkeit der Diskussion und Argumentation gebe“

Ganz in diesem Sinne ist auch die Argumentation für den Standort Dieckhofstraße, statt inhaltlicher Argumente wurde zunächst vor allem folgendes angeführt:

• Kinderlachen gehört in die Ortsmitte

Diesem Argument ist natürlich uneingeschränkt zuzustimmen, Kinderlachen gehört überall hin. Mit dem Argument soll aber suggeriert werden, dass man deshalb dem Standort Dieckhofstraße zustimmen müsste. Daher ist es besonders absurd, denn die bisherigen Krippenplätze in Tostedt sind ja viel eher in der Ortsmitte als der Standort Dieckhofstraße.

Ähnlich absurd sind zur Zeit die Argumente mit denen viele Tostedter Kommunalpolitiker in den Zeitungen für den Standort Dieckhofstraße werben:

Ich bin für die KiTa-Dieckhofstraße, weil …

•… viele Eltern auf Ganztagsangebote angewiesen sind!
•… sich ältere Menschen über jedes Kinderlachen freuen!
•… sich junge Familien in Tostedt wohl fühlen sollen!
•… es nur mit Kindern eine Zukunft gibt!

Diese Liste könnte man fast beliebig erweitern. Man kann den Aussagen durchweg zustimmen, aber sie sprechen zumeist ja sogar gegen den Standort Dieckhofstraße, denn an diesem Standort würden die Kinder mit einem kleinen Außengelände zurechtkommen müssen und sie hätten deutlich weitere Wege als zu anderen Standorten. Die Ganztagsangebote hätte man schon längst einrichten können, denn in allen Kindergärten gibt es deutlich mehr Vormittagsgruppen, so dass die Räume nachmittags frei sind und die Öffnungszeiten jederzeit verlängert werden könnten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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